Mantren sind heilige Silben, Worte oder Sätze

Das Mantra OM 

Eines der berühmtesten Mantren ist das mono-silbige Om. Om schließt alles ein: Den Wachzustand, Traumzustand, Tiefschlaf und die Stille. In Om ist alles enthalten. Turiya – das Unveränderliche und das, was veränderlich ist.  Und jeder Text, jede Puja, jedes Ritual, jede Verneigung beginnt mit einem Om. Mit einer Ehrerbietung für die eine non-dualen Wirklichkeit, die alles enthält.

Die vedische Weisheitslehre ist in Form von Mantren aufbewahrt

Mantren existieren seit dem Anbeginn der Zeiten. Sie kommen von BrahmaJi, dem Schöpfergott selbst. Die Rhishis, die alten indischen Seher, konnten diese Mantren „sehen“ oder hören. Und so wurden sie dann weitergegeben.

Von Lehrer zu Schüler. Bis diese Schüler schließlich selbst wieder Lehrer wurden. Wir verbeugen uns also nicht vor einem Lehrer. Wir verneigen uns vor der Linie aller Lehrer und vor BrahmaJi, dem Schöpfergott selbst.

Mantren und die letzte Realität

Mantren enthalten das Wissen um Brahman, die letzte Realität, und Atman, das Selbst. Sie führen uns direkt in die Erkenntnis der letzten Wirklichkeit. Das bekannte Mantra „Om namah Shivaya“ verneigt sich vor Shiva, dessen Natur Erhabenheit ist.

Und was ist erhaben? Bewusstsein. Es scheint aus sich selbst heraus. Und ist nicht nur sich selbst bewusst, es erhellt auch die gesamte grob- und feinstoffliche Welt. Also jeden toten oder lebenden Gegenstand dieser Welt. „Om Namah Shivaya“ ist ein Mantra, das uns die Möglichkeit gibt, uns in unserer Shivanatur zu erkennen.

Heilungsmantren

Wenn wir einen Aspekt unseres Daseins heilen wollen, können wir bestimmte Mantren rezitieren. So verneigen wir uns vor Ganapathi, um Hindernisse zu beseitigen. Und damit die Fülle in unser Dasein einzuladen.

Upanishaden und Mantren

Auch die Upanishaden, ebenso wie die Bhagavad Gita, bestehen aus Mantren. Upanishaden sind die Haupttexte des Vedanta, die darauf abzielen, die Unwissenheit darüber, wer Ich ist, zu zerstören.

Wenn wir Mantren rezitieren – wir nennen dies auch Vedic Chanting – verbinden wir uns mit einem tieferen Aspekt der Wirklichkeit. Im Grunde genommen ist dies ein heiliger Vollzug.

Auf dieser Seite findest du unterschiedliche Mantren mit ihrer Übersetzung Sanskrit/Deutsch. Du findest in der Regel auch ausführliche Übersetzungen des jeweiligen Mantras. Und eine Tonspur, so dass du dir das Mantra mit Aussprache und Intonation anhören kannst.

Wir wünschen dir einen guten Einstieg in das Vedic Chanting! Es findet einmal wöchentlich statt.

Hier die Mantren, die wir in unserer Chanting-Gruppe bisher gelernt haben:

Bhadram Karnebhih (Blick aufs Wesentliche, Ganapati Atharvashirsha Upanishad) Seite aufrufen
Bhagavad Gita – Werte (13. Kapitel der BG, beginnend mit Amanitvam) Seite aufrufen
Bhagavad Gita zweites Kapitel Seite aufrufen
Dakshinamurti Mantra (Selbsterkenntnis) Seite aufrufen
Gayatri Mantra (Initiation ins Selbst) Seite aufrufen
Ganaanaam Tvaa Ganapatim Havaamahe (Vorzüge von Ganesha) Seite aufrufen
Gita Dhyanam (Lobpreisung der Bhagavad Gita) Seite aufrufen
Guru Vandanam (Ehren der Lehrer und der Lehre) Seite aufrufen
Lokahitam Mama Karaniyam (Kinderlied) Seite aufrufen
Mahamrtyunjaya Mantra (Unsterblichkeit) Seite aufrufen
Om Acyutaya Namah (AnrufungVishnus) Seite aufrufen
Om Apyayantu (Bitte um Kraft und Erfolg) Seite aufrufen
Om Asatoma Satgamaya (Führe mich vom Dunkel ins Licht) Seite aufrufen
Om Namah Shivaya (Selbsterkenntnis) Seite aufrufen
Purnamadah Shanti Mantra (Über unendliche Fülle) Seite aufrufen
Sahanavavatu (Gutes miteinander Lernen) Seite aufrufen
Sarasvati Namastubyam (Konzentration beim Studium) Seite aufrufen
Sarva Svarupe Sarveshe (Überwindung von Angst) Seite aufrufen
Shri Menakshi Stotram (Vorzüge der Menakshi) Seite aufrufen
Vaidyanathaashtakam (8 Verse über den ultimativen Heiler) Seite aufrufen
Vakratunde Mahakay (Lobpreisung Ganesha’s) Seite aufrufen
Vishnu Shatpadi Stotram (6 Verse über Vishnu) Seite aufrufen