OM BHADRAM KARNEBHIH SHRNUYAMA

Sanskrit mit deutscher Übersetzung

Das Shantipatha Bhadram Karnebhih steht am Anfang folgender Upanishaden: अथर्ववेद  प्रश्नोपनिषत् मुण्डकोपनिषत् माण्डुक्योपनिषत् Atharvaveda, Praschnopanishad, Mundakopanishad, Mandukyopanishad

ॐ भद्रं कर्णे॑भिः श‍ृणु॒याम देवाः ।
भद्रं पश्येमाक्षभिर्यजत्राः ।
स्थिरैरङ्गै स्तुष्टु॒वाम्सस्तनूभिः ।
व्यशेम देवहितं यदायुः ।
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः ।
स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ।
स्वस्ति नस्तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः ।
स्वस्ति नो बृहस्पतिर्दधातु ।

ॐ शान्तिः॒ शान्तिः॒ शान्तिः॑

oṁ bhadram karnebhiḥ śrṇuyāma devāh |
bhadram paśyemākṣabhir yajatrāḥ |
sthirairaṅgai stuṣtuvāgṁ sastanūbhiḥ |
vyaśema devahitaṁ yadāyuḥ |
svasti na indro vṛddha sravāḥ |
svasti nah pūṣā viśva vedāḥ |
svasti nastārkṣyo ariṣtanemih |
svasti no brhaspatir dadhātu ||
om śantiḥ̱ śantiḥ̱ śantiḥ̍ ||

Hier kannst du dir die Melodie anhören, wie das Mantra traditionell gechantet wird:

Tonlage (Svaras):

Die Höhe des Vedischen Sanskrits ist traditionell in drei Qualitäten eingeteilt: udātta उदात्त „erhoben“ hohe Tonlage, anudātta अनुदात्त „nicht erhoben“ ( अ(न्)- (verneinende Vorsilbe) + उदात्त) (Stimmlage, die entspannt, normal ist, ohne Akzent) und svarita स्वरित (fallende Tonlage).

Bhadram Karnebhih – Wörtliche Übersetzung und Bedeutung:

devāh – oh Götter, Devatas, natürliche Phänomene
śṛnuyāma- mögen wir hören
karṇebhih – mit den Ohren
bhadram- herausragend, erhebend

Oh Devatas, mögen wir das mit unseren Ohren höhren, was uns erhebt, was uns in unserem Weg in die Selbsterkenntnis und Freiheit unterstützt.

ya jatrāḥ – diejenigen, die die Devoties beschützen (=Devatas)
paśyema – mögen wir sehen
akṣabhi̱h  – mit den Augen
bhadram – herausragend, erhebend
Oh Devatas mögen wir mit unseren Augen, die Dinge erkennen, die uns in unsere wahre Natur und die Selbsterkenntnis erheben.

sthi̱ra – stark, gesund, anga – Gliedmassen | sthi̱rairaṅgai – mit gesunden Gliedmassen
stuṣtu vamsaha – verehren
anubhih – Hymnen der Verehrung
vyaśema – mögen wir verbringen
deva(ena) hitam – vorgegeben durch das göttliche Gesetz
yad āyuh- Lebensspanne
Mögen wir unsere volle Lebensspanne, die durch die universelle Ordnung vorgegeben ist, verbringen, indem wir gute Gesundheit und gute körperliche Verfassung geniessen und Hymnen der Verehrung singen.

svasti – Heil, Erhabenheit
nah – für uns
indra – höchster Devata
vṛ̱ddha śravah –  von Urzeiten geehrt
Möge Indra-Devata, uns mit Erhabenheit segnen, der von alters her geachtet ist.

svasti – Heil, Erhabenheit
nah – für uns
puṣa – Sonnendevata (poshayati – nähren, energetisieren) der, der alle Lebewesen ernährt, Energie und Leben spendet
viśva vedāh – bekannt und verehrt von allen Wesen

Möge die Sonnen Devata, die allen Wesen bekannt ist, uns mit Erhabenheit segnen.

svasti – Heil, Erhabenheit
nah – für uns
tārkṣyah – garudah – Adler (Symbol für uneingeschränkter Flug)
ariṣṭanemiḥ – dessen Flug frei und elegant ist
Möge Garuda, der Adler, der für seinen freien und eleganten Flug bekannt ist, uns Erhabenheit bringen.

svasti – Heil, Erhabenheit
nah – für uns
bṛhaspatih – Jupiter, der Guru der Devatas, der Gott der Sprache
dadhātu – möge geben
Möge Jupiter uns Segen geben, dass unser Weg in die Selbsterkenntnis ohne Hindernisse und glatt verläuft.

om śāntih śāntih śāntih

Om. Möge (Bhagavan) den Schmerz wegnehmen und Frieden geben auf allen drei Ebenen des Seins: 1) emotional und mental, 2) Hindernisse in den Beziehungen und im täglichen Leben, 3) Hindernisse hervorgerufen durch größere schicksalshafte Kräfte.

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