Mein junges Leben war geprägt von der Suche nach Sinn und nach mir selbst. Ich hatte falsche Vorstellungen von dem, wie ich zu sein hätte, glaubte zunächst an das, was mir Eltern und Lehrer vermittelt hatten. Ich schlitterte durch viele Lebenssituationen nur mit viel Glück hindurch, fühlte mich meist schlecht und ungenügend, zeigte es jedoch nicht. Mit der Zeit bemerkte ich, daß das, was ich heute Konditionierungen nenne, keine gute Grundlage zur Lebensbewältigung war. Anfang Vierzig krempelte ich mein Leben völlig um. Ich war entschlossen, es nicht mehr weiter zu vergeuden, sondern herauszufinden, was meine Besonderheit ist, wozu ich auf diesem Planeten bin. Ich traf Menschen, die mir mit meinen Fragen weiterhelfen konnten.
Der Amerikaner James Swartz wies mich auf die indische Tradition des Advaita Vedanta hin. Ich studierte bei Lehrern wie Swami Dayandanda Saraswati und Swami Paramarthananda. Schließlich in den letzten Jahrzehnten bei Swamini Atmaprakashananda, die dankenswerterweise auch intensiven Unterricht in der Sprache Sanskrit vermittelt.
Mein Leben richtete sich damals neu aus, ich setzte an die erste Stelle den Wunsch, unabhängig und frei zu sein, mein Wesen zu erkennen, und die Liebe, die ich in mir spürte, sich in meinem Leben ausdrücken zu lassen.
Heute kann ich andere Menschen darin unterstützen, den Weg zu finden, das eigene Potenzial zu leben. Ich arbeite als Psychotherapeut nach dem Heilpraktikergesetz, als systemischer Familienaufsteller nach Hellinger und darf in der Ausbildung „Familienstellen aus der erwachten Perspektive“ meiner Frau Eva als Dozent lehren.
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