Vedanta
in der Klassik

Die Welt ist Klang.
Klänge sind hörbare Eigenschaften der Natur,
die unser Bewußtseins interpretiert.

Einen Knall empfinden wir deshalb anders als das Singen eines Vogels.

In den Musikwerken
"Parsifal"
"Tristan und Isolde"
und im vierteiligen
"Der Ring des Nibelungen"
von Richard Wagner werden die Eigenschaften der Natur
in der Form von Musik, Gestalten und Handlung unmittelbar wahrnehmbar.

An ihnen zeigt sich das
Gesetz der Entsprechung - also die Wechselwirkung zwischen geistiger Atmoshäre und äußeren Ereignissen.

Die Analysen der Musikwerke Richard Wagners aus der Sicht der Vedanta-Philosophie zeigen diesen Zusammenhang.

Hier ist der Link dazu


Advaita-Vedanta

Vedanta ist eins der sechs Systeme der Indischen Philosophie. Der Begriff kommt aus der alten Sprache Indiens, dem Sanskrit: Advaita = nicht zwei, Veda = Wissen, Anta = Ende.

Damit ist die reale Erfahrung gemeint, daß zwischen der Intelligenz der Natur und unseren Intuitionen kein Unterschied besteht. Die Gestaltungsprozesse, die über unser Denken und Handeln ablaufen, haben ihren Ursprung in der Quelle, aus der die gesamte Natur stammt.

Dieses Wissen aus unmittelbarer Erfahrung ist das Ende (anta) der Täuschung, daß unser Bewußtsein durch Persönlichkeitsmerkmale begrenzt ist, und daß Intelligenz nur dort sein kann, wo sich auch ein organisches Gehirn befindet.

So betrachtet ist Richard Wagners "Rheingold" ein Naturphänomen wie die Eisblumen, die sich auf einer Fensterscheibe bilden, aber nicht von ihr erzeugt werden.

Vedanta
in der Gegenwart

Das Bindeglied zwischen der schöpferischen Intelligenz der Natur und dem individuellen Bewußtsein ist die Intuition.

Intuitiv handelnden Menschen
ist es oft nicht klar, daß sie ein Kanal für die schöpferische Intelligenz der Natur sind.
Sie wissen nur, daß sie "irgendwie" inspiriert wurden.

Die Vedanta-Philosophie sieht in der Intuition das Einfließen der gestaltenden Intelligenz der Natur ins individuelle Handeln.

In solchen Fällen reichen Wirkung und Bedeutung der Handlung weit über die verfolgte Absicht hinaus.
Das ist besonders in der Kunst, aber auch in anderen Lebensbereichen zu sehen.

Der folgende Link führt zu einer Übersicht der Vorträge, Schriften und Seminare, in denen gezeigt wird, daß dieses Phänomen von der Antike bis in die Gegenwart lebendig ist.

Hier ist der Link dazu