
Vedanta ist eins der sechs Systeme der Indischen Philosophie. Der Begriff kommt aus der alten Sprache Indiens, dem Sanskrit: Advaita = nicht zwei, Veda = Wissen, Anta = Ende.
Damit ist die reale Erfahrung gemeint, daß zwischen der Intelligenz der Natur und unseren Intuitionen kein Unterschied besteht. Die Gestaltungsprozesse, die über unser Denken und Handeln ablaufen, haben ihren Ursprung in der Quelle, aus der die gesamte Natur stammt.
Dieses Wissen aus unmittelbarer Erfahrung ist das Ende (anta) der Täuschung, daß unser Bewußtsein durch Persönlichkeitsmerkmale begrenzt ist, und daß Intelligenz nur dort sein kann, wo sich auch ein organisches Gehirn befindet.
So betrachtet ist Richard Wagners "Rheingold" ein Naturphänomen wie die Eisblumen, die sich auf einer Fensterscheibe bilden, aber nicht von ihr erzeugt werden.